Foto: Auf dem Programm von Marco Gutekunst (li.) stand u.a. ein Gespräch mit dem SKGD-Vorsitzenden Rafał Bartek (re.) und dem Sejmabgeordneten Ryszard Galla. Foto: R.Urban

 

 

Vergangene  Woche besuchte Dr. Marco Gutekunst vom politischen Referat der Deutschen Botschaft in Warschau die Oppelner Region. Hier traf er sich mit Vertretern des Sejmniks der Woiwodschaft und der Deutschen Minderheit.

 

Das politische Referat der Deutschen Botschaft unterrichtet die Bundesregierung über aktuelle Entwicklungen in der polnischen Außen- und Europapolitik sowie über innenpolitische Entwicklungen im Land, die für die bilateralen Beziehungen relevant sind. Für die Mitarbeiter des Referates ist es also wichtig nicht nur in Warschau zu sein. “Ich versuche, das Land und die Menschen kennenzulernen, und mir alle Ecken anzuschauen. Denn die Lage in Polen ist von Region zu Region natürlich unterschiedlich, und insofern ist es wichtig, ein Gesamtbild zu bekommen. Deshalb kann man nicht immer nur in Warschau bleiben”, sagt Dr. Marco Gutekunst, stellvertretender Leiter des politischen Referats der Botschaft.

 

 

In Oppeln, das Gutekunst zum ersten Mal besuchte, und zwar auf Einladung des Sejmabgeordneten Ryszard Galla, traf er sich zunächst mit Vertretern der Selbstverwaltung, unter anderem mit Sejmikabgeordneten, die an diesem Tag gerade eine Plenarsitzung hatten. “Was ich bemerkenswert finde, ist, dass man es in den Regionalparlamenten schafft, trotz aller politischer Differenzen, die ja natürlicherweise existieren, durch persönliche Kontakte eine sehr konstruktive Arbeitsstimmung zu schaffen und zum Wohle der Region und der Gemeinschaft zu arbeiten”, bemerkte Dr. Gutekunst.

 

 

Neben dem Sejmik war auch die Deutsche Minderheit in Oppeln ein wichtiger Termin, denn die Volksgruppe sei für die deutsche Botschaft ein wichtiger Gesprächspartner. Neben einem Treffen im Sitz der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen besuchte Marco Gutekunst u.a. auch das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit. “Zwar beschäftigt sich das politische Referat nicht direkt mit der Minderheit, es ist für mich aber ein Anliegen, die agierenden Personen persönlich kennenzulernen, um mir einfach einen Eindruck machen zu können”, sagte Marco Gutekunst.

 

 

Der Besuch in Oppeln war nicht der erste Auswärtstermin von Marco Gutekunst. Einen Tag vorher besuchte er bereits Breslau und davor standen auch Termine in anderen Regionen Polens auf dem Programm. Marco Gutekunst blickt positiv auf seine bisherigen Begegnungen mit Politikern und Vertretern der Zivilgesellschaft. “Ich konnte mich jedes Mal über freundliche und positive Gespräche freuen sowie offene Partner, die an einem Austausch interessiert sind”, sagt Dr. Gutekunst.

 

 

Wohin der Vertreter der Botschaft in den nächsten Monaten reisen wird, steht heute noch nicht fest. Dies hängt, wie Gutekunst sagt, auch davon ab, welche politischen Schwerpunkte sich ergeben und wo man sie am besten außerhalb Warschaus beleuchten könnte.

 

 

 

Rudolf Urban