15 Jahre nach dem Tod des in Kreuzburg geborenen deutschen Schriftstellers Heinz Piontek wurde kürzlich in seiner Heimatstadt eine Konferenz zu seinem Leben und Werk organisiert. Veranstalter des Konferenz war das Institut für Germanistik der Universität Breslau in Zusammenarbeit mit dem Heinz-Piontek-Archiv in Lauingen.

 

 

Teilnehmer der Konferenz am Geburtsshaus von Heinz Piontek in Kreuzburg. Foto: Rafał Biskup

 

 

Während der zwei Konferenztage wurden in zwölf Beiträgen einzelne Aspekte aus dem Leben und Werk Pionteks ergründet. Tagungsort war das Stadtamt in Kreuzburg. Eine Idee ist dabei allen Referaten vorangehen, nämlich: die Hervorhebung des Universellen, des Überzeitlichen, des Komplexen im Gesamtwerk von Heinz Piontek. Denn Heinz Piontek war alles andere, bloß kein Heimatdichter.

 

In seinen Romanen kehrte Piontek übrigens oft nach Kreuzburg zurück. Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als Millionen Deutsche aus dem ehemaligen deutschen Osten vertrieben bzw. umgesiedelt wurden, besuchte Heinz Piontek nicht ein einziges Mal seine Geburtsstadt. „Seine Naturlyrik, seine autobiographischen Romane hatten nichts, aber auch gar nichts mit einer nostalgischen Verklärung gemeinsam. Heimat war für ihn eine Aufgabe. Und diese Aufgabe hat er Zeit seines Lebens zu erfüllen gesucht“, sagte Anton Hirner, der Leiter des Heinz Piontek-Archivs Lauingen.

 

Neben zahlreichen Referaten fand am ersten Konferenztag auch ein Spaziergang zum Geburtshaus von Heinz Piontek statt. Dort erinnert an den berühmten Kreuzburger eine Erinnerungstafel.
Die Konferenz wurde unter anderem aus den Mitteln des Verbandes deutscher sozial-kultureller Gesellschaften finanziert.

 

adur