Eiglau (Dzielów) und Rakau (Raków) bilden eine kleine Pfarrgemeinde von 550 Seelen in der Gemeinde Bauerwitz (Baborów). Schon seit einigen Jahren sammelten die Pfarrmitglieder Geld für ein neues Kirchendach. Unerwartete Hilfe kam aus Deutschland von ehemaligen Pfarrmitgliedern. Aber ohne die Willenskraft der Pfarrgemeindemitglieder wäre es zu der Renovierung so schnell auch nicht gekommen.

 

Die Mitglieder der Pfarrgemeinde hoffen, dass bis Ende des Jahres alles fix und fertig ist.
Foto: privat

 

 

„Wir haben eine besondere Kirche hier in Eiglau. Vor allem im Hinblick auf das Gemälde des Heiligen Nikolaus, das aus dem 15. Jahrhundert stammt und hier hängt. Oder besser gesagt hing, es wurde nämlich auch restauriert und wir warten darauf, dass es zu uns zurückkommt”, sagt Pfarrer Krzysztof Maciejak. Jedenfalls war der Dach der Pfarrkirche des Heiligen Nikolaus schon seit Längerem in keinem guten Zustand. Da hat der Pfarrer von Bekannten in Deutschland erfahren, dass man eine Bezuschussung für die Renovierung bei der Beauftragen der Bundesregierung fur Kultur und Medien in Bonn beantragen kann. „Ich habe gehört, dass eine Pfarrgemeinde in der Oppelner Woiwodschaft das bereits mit Erfolg gemach hat. Da habe ich angefangen nach Personen zu forschen, die einen solchen Antrag für uns schreiben wollen, denn das war ziem lich kompliziert. Zusammen mit unseren Pfarrmitgliedern habe ich mich an Renata Sobek und ihren Mann Adrian gewandt, weil Frau Sobek ein ehemaliges Pfarrmitglied von uns war und sie erklärte sich bereit, den Antrag zu stellen”, erzählt Pfarrer Maciejak.

 

Einfach war es gar nicht. Zuerst musste nämlich ein Verein für Förderung sakralen Bauten Eiglau und Rakau e.V. ins Leben gerufen werden, weil für die Antragstellung auch Eigenmittel vorgewiesen werden sollten. „Der Antrag wurde im Mai gestellt und im August haben wir die Nachricht bekommen, dass wir das Geld bekommen”, erinnert sich Pfarrer Maciejak. Doch eine der Vorraussetzungen war, dass die Renovierung bis Ende des Jahres über die Bühne gehen soll. „Da waren wir allen in großer Aufregung. Wir mussten schnell eine Firma finden, die sich der Sache annimmt. Zum Glück hat das geklappt”, sagt der Pfarrer. Insgesamt 50.000 Euro haben die Oberschlesier für die Renovierung bekommen. Dazu kommen noch die Eigenmittel. Pfarrer Krzysztof Maciejak ist guter Hoffnung, dass bis Ende des Jahres die Sankt-Nikolaus-Kirche im neuen Glanz erstrahlt und der Dach fertig sein wird. „Ich habe schon gesagt, dass der Heilige Nikolaus wohl von oben die Daumen für uns hält und deswegen verlässt uns das Glück nicht”, sagt der Pfarrer. Wenn alles nach Plan gelingt, wäre es für sie und alle anderen in die Sache engagierten derzeitigen und ehemaligen Pfarrgemeindemitglieder das schönste Weihnachtsgeschenk.

 

Anna Durecka