Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit macht viele Projekte, die sich mit der Geschichte und dem Kulturerbe Schlesiens befassen. Immer wieder zeigt das Haus in seinen Projekten neue Fakten, Geschichten, wie auch Gebäude oder Persönlichkeiten, die dem breiten Publikum noch nicht bekannt waren.

 

Eines der neuen Objekte auf der Internetseite ist die Schlossanlage in Polnisch Krawarn bei Raibor.
Foto: Wikipedia

 

2017 startete das Projekt „Vergessenes Erbe“. Es wurde damals eine Internetseite erstellt, auf der man frühere und aktuelle Fotos von Objekten aus dem Oppelner Schlesien mit Beschreibungen finden konnte. Ende 2018 wurde die Seite aktualisiert und es kamen 17 neue Objekte dazu, diesmal aus Ober- und Niederschlesien. Die Objekte umfassen verschiedenste Arten der Architektur, wie urbane Komplexe, Residenzen oder sakrale Architektur. Die Darstellung jedes Objektes umfasst außer Fotografien und Texten kurze Audiointerviews oder Filme, die zusammen eine sehr wissenswerte Geschichte über ganz Schlesien schaffen. „Der Name des Projektes ist nicht sehr optimistisch, aber er soll darauf hinweisen, dass wir das Erbe doch nicht in Vergessenheit lassen. Die vorgestellten Objekte waren einst Markenzeichen Schlesiens und wir wollen das Wissen über sie erneuern. Wir hoffen, durch unser Projekt Potenziale Investoren zu finden, aber auch die Verwaltung auf die Objekte aufmerksam zu machen. Vielleicht gelingt es ja, den Gebäuden ihren alten Glanz zurückzugeben“, sagt Sandra Mazur, die Projektkoordinatorin.

 

Die Fotos, die den aktuellen Stand darstellen, wurden von Fotografinnen, die sich für die Geschichte Schlesiens interessieren und Erfahrungen in der Darstellung von solchen Objekten haben, gemacht. Texte, die Fakten über die Objekte beinhalten, wurden von Expertinnen im Bereich Geschichte Schlesiens vorbereitet. Somit wurde eine Dokumentation von Kulturobjekten in ihrem früheren und heutigen Zustand geschaffen, welche die ganz spezifische Geschichte jedes einzelnen Objektes und die Bedingungen seines Aufstiegs und Niedergangs erfahrbar werden lässt.

 

Andrea Polański