Josef Marek (rechts) setzte sich auch für die Ökumene ein. Hier mit dem evangelischen Pfarrer Dariusz Dawid in der Kandrziner evangelischen Kirche Foto: Klaudia Kandzia

Josef Marek (rechts) setzte sich auch für die Ökumene ein. Hier mit dem evangelischen Pfarrer Dariusz Dawid in der Kandrziner evangelischen Kirche
Foto: Klaudia Kandzia

Wer ihn kannte, weiß dass für Josef Marek zwei Sachen wichtig waren: der Chor der deutschen Minderheit „Heimatklang“, den er mit aufbaute und die Klodnitzer Kirche, in der es immer was zu werkeln gab. Am 8 Februar verlor er den Kampf mit einer schweren Krankheit.

 

Nicht umsonst nannte man ihn „Propagandaminister“. Er scheute keine Mühe beim „Klinken putzen“, wenn es darum ging Menschen für etwas zu überzeugen. Ob es um Konzerttermine des Chores ging, Spenden- oder Unterschriftensammlungen oder um Beschaffung von Informationen für Journalisten und Wissenschaftler – Josef Marek setzte sich auf sein Fahrrad und klapperte die Menschen ab. Es gab auch keine Wallfahrt der Deutschen zum Annaberg ohne Josef Marek auf seinem Fahrrad.

 

Auf seine Initiative hin verfassten seinerzeit Klodnitzer Deutsche einen Sammelantrag zur Teilnahme an der Bundestagswahl. Seine Gartenlaube war der Ort so mancher für die deutsche Volksgruppe wichtiger Begegnungen und „Schlesiertreffen“.

 

Am 11. Februar wurde Josef Marek zu Grabe getragen. In den Trauerreden konnte man immer wieder den Satz hören: „Die deutschen Oberschlesier verloren einen wahren Patrioten.“ Seine Letzte Ruhe fand der gebürtige Wiegschützer auf dem Klodnitzer Friedhof. Er ist 79 Jahre alt geworden.

 

Klaudia Kandzia