Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Monday, November 29, 2021

Wir sind nicht einverstanden!

Fünf Parteijugendorganisationen haben einen Appell an Janusz Kowalski, den Abgeordneten der Vereinigten Rechten, gerichtet, in dem sie u. a. seine Politik gegenüber nationalen und ethnischen Minderheiten kritisieren.

In den letzten Tagen hat Janusz Kowalski wiederholt die deutsche Minderheit kritisiert und gefordert, die Mittel für den Unterricht der Minderheitensprache in den Schulen zu streichen. Nicht nur die Minderheit selbst steht diesen Aussagen kritisch gegenüber. Am Freitag vergangener Woche reichten zwei Vertreter der „Bewegung Generation 2050 Oppeln“ einen Appell von fünf Oppelner Parteijugendorganisationen – dem Bund junger Sozialdemokraten, der Jungen Linken, den Jungdemokraten, dem Landjugendforum und der Generation 2050 – im Büro des Abgeordneten Kowalski ein.

Darin heißt es einleitend: „Wir appellieren an den Abgeordneten Janusz Kowalski, seine Aktivitäten einzustellen, die darauf abzielen, die menschliche Solidarität zu zerstören, Ressentiments gegen nationale und ethnische Minderheiten zu schüren und die gutnachbarschaftlichen Beziehungen zu beeinträchtigen.
Wir sind nicht damit einverstanden, Menschen aufgrund ihrer Ansichten oder ihrer Nationalität und ethnischen Zugehörigkeit zu spalten. Wir akzeptieren es nicht, Menschen zu differenzieren und Begriffe wie Patriot und Pole nach eigenem Gutdünken zu interpretieren.“

Zur Kritik des Abgeordneten der Vereinigten Rechten, dass sein Parlamentskollege von der deutschen Minderheit, Ryszard Galla, nicht für den Bau einer Mauer an der polnisch-weißrussischen Grenze gestimmt hat, erklärten die Vertreter der Oppelner Jugendorganisationen: „Wir sind nicht damit einverstanden, dass nationale und ethnische Minderheiten angegriffen werden, nur weil ihre Abgeordneten im Sejm anders stimmen als die Regierungspartei.“

Den jungen Politikern geht es jedoch nicht nur um die Einstellung des Abgeordneten Kowalski gegenüber Minderheiten. Sie kritisieren die Politik der derzeitigen Regierung im Allgemeinen: „Der Abgeordnete Janusz Kowalski wünscht sich die Anwendung des Gleichheitsprinzips in der deutsch-polnischen Politik. Wir fordern dasselbe in der polnischen Innenpolitik. Wir wollen, dass endlich einmal ein Gleichheitszeichen zwischen den Wählern der Vereinigten Rechten und dem Rest der Gesellschaft gesetzt wird. Wir wollen, dass wir alle mit dem gebührenden Respekt und in gleicher Weise behandelt werden.“

Rudolf Urban

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