Vor 100 Jahren, im November 1920, wurde in der damaligen Freien Stadt Danzig offiziell das erste deutsche Generalkonsulat gegründet. Anlässlich dieses Jubiläums organisiert die jetzige Generalkonsulin Cornelia Pieper mit ihrem Team in diesem Jahr einige Veranstaltungen. Die erste, im Konferenzsaal des heutigen Sitzes der deutschen Vertretung in Danzig, ist eine Ausstellung über die Geschichte des Konsulats, die am 3. Februar eröffnet wurde.

 

Jahre Generalkonsulat: Gäste beim Betrachten der Ausstellung.
Foto: Uwe Hahnkamp

 

Am Abend des 3. Februars war das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig und der dortige Konferenzsaal so dicht besetzt, wie die Mitarbeiter der Vertretung es noch nie erlebt hatten. Dicht gedrängt verfolgten Gäste verschiedener Länder, darunter sämtliche deutsche Generalkonsuln in Polen, die Eröffnung der Ausstellung zu 100 Jahren Geschichte der deutschen Vertretung in Danzig.

 

 

Freie Stadt Danzig, DDR-Konsulat, BRD-Konsulat

Generalkonsulin Cornelia Pieper konzentrierte sich in ihren Ausführungen auf die Wirren am Ende des Ersten Weltkriegs, aus denen die Freie Stadt Danzig und das dortige deutsche Konsulat hervorgingen sowie auf die charismatische Figur des ersten Konsuls, Lothar Förster. Mit dem Zweiten Weltkrieg brachen die diplomatischen Kontakte ab, erst 1962 richtete die DDR ein Konsulat in Danzig ein; mit dem Jahr 1990 wurde es die Vertretung der wiedervereinigten Bundesrepublik.

Die kleine Ausstellung konzentrierte sich auf einige wesentliche Punkte der Geschichte des Konsulats. Die dazu gehörenden Dokumente lieferte das politische Archiv des Auswärtigen Amtes, das ebenfalls in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Dessen Direktorin, Elke Freifrau von Boeselager, stellte es in seinen Funktionen vor. Eine erweiterte Ausstellung ist zum Jahresende im so genannten Zeughaus in Danzig geplant.

 

Uwe Hahnkamp