Im Rahmen der 15 Deutschen Kulturtage im Oppelner Schlesien wurde am 9. Oktober die Ausstellung „Schlesische Bahnwelten. 175 Jahre der Modernität und Mobilität” eröffnet. In der Öffentlichen Woiwodschaftsbibliothek in Oppeln begann die Vernisage zu der Ausstellung mit einem Vortrag von Professor Stanisaw Koziarski.

 

Die Vernissage der Ausstellung lockte Eisenbahnfans aus nah und fern an
Foto: Manuela Leibig

 

„Die schlesische Eisenbahn entstand zur Deutschen Zeit in Schlesien“, sagte beim Vortrag Stanisaw Koziarski, der schon zahlreiche Bücher über die Bahn in Schlesien und auch in ganz Polen geschrieben hat. „Alles begann ab 1842, wo die erste Eisenbahnlinie aus Breslau nach Ohlau gelegt wurde, bei der ersten Fahrt waren ca. 200 Gäste dabei. Ein Jahr später war die Eisenbahn schon Oppeln“ erklärte den Besuchern Koziarski. In der Zeit entstanden verschiedene Bahngesellschaften wie die „Oberschlesische Bahn“, 1884 wurde die Bahn verstaatlicht: „Da wurden die kleineren Strecken gebaut, also die Kreisbahnen. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs waren die Bahnstrecken hier in der jetzigen Oppelner Woiwodschaft fertig, sie haben sich im Laufe der weiteren zig Jahre bis heute kaum verändert“ erzählte der Bahnspeziallist von der Universität Oppeln.

Bei der Ausstellung, die in Oppeln dank der Zusammenarbeit der Österreich-Bibliothek mit dem Schlesischem Museum zu Ratingen (NRW) zu sehen ist, sind Bahnhöfe und die Geschichte der schlesischen Bahn beschrieben. Es gibt aber auch Modelleisenbahnen zu betrachten. Diese wurden von dem 71-jährigem Adam Łabno aus Oppeln-Gruden (Grudzice) zur Verfügung gestellt. „Ich habe viele Modelle aus verschiedenen Zeitaltern hier ausgestellt. Ich wurde spontan gefragt, ob ich meine Modelle hier bei der Ausstellung zeigen will, und ich habe gleich ja gesagt. Modelleisenbahn ist nämlich meine Leidenschaft seit 38 Jahren.“

In der Öffentlichen Woiwodschaftsbibliothek Oppeln in der Piastowska Straße 20. ist die Ausstellung noch bis zum 3. November zu sehen.

Manuela Leibig