Die zweite Edition von ELOm, der Schulungsreihe für junge Gruppenleiter, die vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit (HDPZ) organisiert wird, wurde mit einer feierlichen Gala abgeschlossen. 16 Jugendliche haben sich in sieben Monaten zu wahren Leadern entwickelt.

Foto: HDPZ

 

Am 20. Dezember fand in Oppeln die Abschlussgala von ELOm statt. Alle Teilnehmer und geladene Gäste wurden von Lucjan Dzumla, dem HDPZ-Direktor, begrüßt. Er sprach darüber, wie es dazu kam, das ELOm entstanden ist. „ELOm soll den Teilnehmern Wissen und Motivation geben. Wir haben nicht ohne Grund im Namen das Wort Gruppenleiterschulung benutzt. Es soll den Jugendlichen zeigen, wie man gemeinsam mit anderen Altersgenossen zusammen arbeitet“, erklärte Lucjan Dzumla. „Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass die Deutsche Minderheit sich um den Nachwuchs kümmert. Wir wollen, dass die jungen Menschen sich auch engagieren und dank verschiedenen Projekten in ihrem Umfeld etwas bewegen. Es ist sehr wichtig, deswegen wollen wir mit ELOm dazu beitragen.“

 

Einfluss auf das Leben

Nach dem offiziellen Anfang übernahmen die neuen Leader das Wort. Um ELOm erst möglich zu machen, bedarf es die Zusammenarbeit mehrere Institutionen der deutschen Minderheit. Die Moderatoren sprachen Dankesworte aus. Die Jugendlichen bereiteten kleine Erinnerungsgeschenke für die Mentoren Jakub Turański, Joanna Kamińska und Dorota Fojtar vor und übergaben sie ihnen. Natürlich wurde auch der Koordinatorin Magdalena Prochota gedankt, die die Schulung erst möglich gemacht hat. In einer Podiumsdiskussion erzählen Vertreter der vier Mini-Projektgruppen über ihre Projekte. Sie stellten nicht nur das Endeffekt vor, sondern brachten den Anwesenden den ganzen Prozess näher. Als nächstes erfuhren die Gäste welchen Einfluss ELOm auf das Leben, die Persönlichkeit und den Charakter der Teilnehmer hatte. Es wurde Schüchternheit überwunden, Offenheit gelernt und vor allem die Kreativität gefördert.

 

Sie haben sich weiter entwickelt

Magdalena Prochota hat das ganze Projekt ELOm koordiniert. „Als Koordinatorin bin ich froh, dass wir das gemeinsam geschafft haben. Ich bin stolz auf sie, wie sie ihre Projekte realisiert und die Gala vorbereitet haben. An solchen Projekten ist es wichtig, dass die Teilnehmer Freude daran haben. Ich sehe die Kompetenzen, die sie in den sieben Monaten erworben haben. Wenn ich so zurück blicke, dann ist es ein Riesenunterschied, wie die Jugendlichen vor ELOm waren und wie sie jetzt sind. Sie haben sich entwickelt und das freut mich am meisten.“
Höhepunkt des Abends war die feierliche Übergabe der Zertifikate. Die Deutsche Minderheit ist nun um 16 neue Gruppenleiter reicher geworden.

 

 

 

 


Wiktoria Szymon aus Wengern
„ELOm gab mir vor allem Erfahrungen und die Möglichkeit, meine Träume zu verwirklichen. Ich lernte Selbstkontrolle und wie ich meine Zeit organisieren soll. Ich denke schon länger über neue Projekte nach, die ich dann im BJDM Luboschütz , zu welchen ich gehöre, realisieren könnte.

 

 


Kamil Niesłony aus Oppeln
„Das erste was ich jetzt nach ELOm machen will, ist dass ich dem Bund der Jugend der Deutschen Minderheit beitrete. Ich war schon vorher beim Kulturfestival in Breslau als freiwilliger Helfer dabei und es hat mir damals sehr gefallen, deswegen würde ich gerne weiterhin als Volontär tätig sein. Ich habe dank der Schulung gelernt, wie ich selbst ein Projekt realisieren kann und ich möchte das nutzen.

 

 

Szymon Folp aus Matzkirch
Das Projekt war sehr intensiv. Unsere Gruppe ist wirklich fest zusammengewachsen, das hat mir bei meinen aktuellen Projekten geholfen, die ich schon außerhalb von ELOm verwirkliche. Das, wie man mit Leuten redet und Anträge schreibt, sind zwei der wohl wichtigsten Sachen, die ich aus der Schulung mitnehme. Ich habe noch während ELOm den BJDM Ratibor gegründet und bald wird man schon die ersten Projekte sehen.

 

 

Andrea Polański