Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Tuesday, May 24, 2022

Ein Abenteuer geht zu Ende

18 Jugendliche aus der Deutschen Minderheit sind jetzt um eine Leader-Lizenz reicher. Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit organisierte auch dieses Jahr die Elementarschulung für Jugendliche Gruppenleiter – ELOm. Es war schon die fünfte Edition des Programms – und weiterhin begeistert es Jugendliche für die Projektarbeit.


Auch 2021 lernten wieder Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren was es heißt, selbst Projekte durchzuführen, alles rundherum zu organisieren und eine Gruppe zu leiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ELOm 5 hatten am Anfang meist keinen oder nur geringen Kontakt mit Projektarbeit. Einige waren schon früher sozial aktiv, unter anderen im BJDM. Nun wollten sie einen weiteren Schritt wagen, um die eigenen Grenzen zu überschreiten. Für andere war es Neuland. In den Schulungsblocks lernten sie alles von der Basis an.

Auch 2021 lernten wieder Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren was es heißt, selbst Projekte durchzuführen.
Foto: ap

Was ist meine Rolle als Leader? Wie schreibt man einen Antrag? Wie findet man Sponsoren? Was muss alles vor einem Projekt vorbereitet werden? Ganz viele derartiger Fragen schwirrten in den Köpfen der Teilnehmenden, als sie das erste Mal in Turawa aufeinandertrafen. Die Trainerinnen und Trainer nahmen ihnen die Angst.

„Ein Projekt ist eine Herausforderung, vor der man anfangs Respekt hat, so auch die ELOm-Neulinge“ erinnert sich die Trainerin Joanna Kamińska. „Schritt für Schritt vermittelten wir ihnen alles, was ihnen als junge Projektleiterinnen und Projektleiter nötig sein wird. Durch kreative Aufgaben lernen sie sowohl Gruppenprozesse kennen als auch alles rund um das Organisieren eines eigenen Projekts.“

Und genau um „das Projekt“ dreht sich ganz ELOm. Der größte Unterschied zu anderen Schulungen dieser Art besteht darin, dass die Teilnehmenden eine eigene Initiative organisieren müssen.
„Wir hatten dieses Jahr wirklich tolle und ehrgeizige Projekte,“ findet Kamińska. „Ich bin stolz, dass die Jugendlichen so eine tolle Arbeit geleistet haben und mich freut es, dass ich etwas dazu beitragen konnte.“

Insgesamt wurden vier Projekte veranstaltet. In Oberglogau fand eine Stadtrallye statt, bei der Schülerinnen und Schüler aus den örtlichen Grundschulen die Geschichte der Stadt kennenlernen konnten. Weiter fand in Allenstein ein Workshop zu nachhaltiger Mode statt, bei dem Jugendliche ihre alten Kleidungsstücke aufgepimmt haben. Auch im Gedanken der Nachhaltigkeit fand das Projekt „Alternative für Konsum“ statt, in dem es um den Trend der DIYs ging. Dabei wurden selbst Seifen hergestellt. Beim letzten Projekt ging es musikalisch zu. Beim dem caritativem Konzert traten junge Künstlerinnen aus der Deutschen Minderheit auf. Als Eintrittspreis musste jeder Flaschenkappen mitbringen, die an Michał Zoń gingen.
Das Projekt wurde realisiert dank der finanziellen Unterstützung des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und des Marschallamtes der Woiwodschaft Oppeln.

Andrea Polański

 

Damian Niepala, Gogolin

ELOm gab mir sehr viel, aber die wertvollste Sache, die ich für mich mitnehme, ist die Fähigkeit, in einer Gruppe zu arbeiten, beziehungsweise das Wissen, wie diese Gruppenprozesse aussehen sollten und wie man sie in der Praxis umsetzt. Auch zu wissen, wie ich auf Stress reagiere und was ich in solchen Situationen machen soll, das wird mir auch bestimmt zugutekommen.

 

 

Oliwia Graczyk, Allenstein

ELOm werde ich nie vergessen. Es war ein riesiges Abenteuer mit fantastischen Menschen, Herausforderungen, Erfolgen und neuen Erfahrungen. Das Programm hat mir die Augen geöffnet auf das, was wichtig ist. Ich lernte, zielstrebig zu sein, aber auch auf andere zu achten. Dabei konnte ich zudem mein erstes Projekt realisieren, was mich sehr stolz macht.

 

 

Izabela Glomb, Bodland

ELOm war für mich etwas ganz Neues und Großartiges. Ich habe dank der Schulung erfahren, wie ein Projekt wirklich entsteht, mit dem ganzen Papierkram und allem, was dazugehört. Ich weiß jetzt, wie man mit Anträgen umgeht, was mir in der Zukunft bestimmt nützlich sein wird, denn ich möchte endlich bei mir eine BJDM-Ortsgruppe gründen und Jugendliche zusammenbringen.

 

 

Patrycja Zaja, Proskau

Ich bin bei ELOm aufgeblüht. Ich wurde selbstbewusster, habe mich neuen Menschen geöffnet und Herausforderungen gestellt. Es gab Situationen, in denen ich auf neue Perspektiven gestoßen bin, die erst einmal nicht leicht schienen, aber mit dem nötigen Mut habe ich schon den richtigen Weg gefunden. ELOm war nur der Anfang. Ich will mich auf jeden Fall weiterentwickeln.

Fot: ap

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