Die Künstlerin Halina Fleger, die seit Jahren mit der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen zusammenarbeitet, gestaltete Portraits der 14 Personen, die im Buch „Berühmte Deutsche aus Schlesien“ vorgestellt werden. Die Bilder fanden die SKGD-Mitarbeiter so schön, das sie beschlossen haben, gleich eine Ausstellung dieser kleinen Kunstwerke zu gestalten.

Im Cafe Cellarium in Oppeln ist die Ausstellung der berühmten Deutschen aus Schlesien noch bis Ende März zu sehen. Foto: Fotoenigma

 

Es war eine große Herausforderung für mich, Portraits von Personen zu malen, die ich persönlich nicht kenne, die ich nur auf Bildern gesehen habe. Ich habe viel zu den Personen gelesen, und mir Notizen gemacht, um es dann aufs Papier zu bringen, es sollten ja keine Fotos sein“, sagt die Künstlerin Halina Fleger. Anfangs plante sie bei jeder der 14 Personen einen gemeinsamen Nenner zu finden, und den in jedes Bild einzubauen, die Bilder sollten sich ähneln, doch das klappte nicht: „Ich habe diesen Gedanken letztendlich verworfen, da die Persönlichkeiten so verschieden sind, dass es nicht möglich war den Geist, mit der Epoche und der Ästhetik zu verbinden.” So entstanden von Grund auf verschiedene Portraits, manche malte die Künstlerin in drei Versionen und musste dann die Entscheidung treffen. Das Lieblingsportrait von Halina Fleger ist, aufgrund der Sympathie zu Koppitz (Kopice), das Schlesische Aschenputtel”, Johanna Gräfin von Schaffgotsch.

 

 

 

 

 

Bei der Vernissage der Ausstellung im Cafe Cellarium in Oppeln waren unter anderem alle dabei, die am Buch mitgearbeitet haben. Die Idee weitere Bücher dieser Art zu drucken wurde in den Raum gestellt, Namen von Persönlichkeiten gibt es genügend. Die Vernissage besuchte auch Henryk Kroll, dessen Vater Johann Kroll, einer der Gründer der Deutschen Minderheit, als eine der 14 Personen im Buch vorgestellt wurde. Bis zur Ausstellungseröffnung wusste er nichts davon, dass sein Vater auch im Buch vorgestellt wird: „Dass mein Vater in dem Buch vorkommt, in so einem Gremium deutscher Schlesier, das ist für mich ein sehr positives Erlebnis.“ Das Buch hat Henryk Kroll noch nicht gelesen, aber gleich nach der Vernissage nahm er eins mit nach Hause, und wird es stolz der Familie präsentieren. Im Cafe Cellarium in der Koraszewskiego Straße in Oppeln ist die Ausstellung der berühmten Deutschen aus Schlesien noch bis Ende März zu sehen.

 

 

Manuela Leibig