Die Elementarschulung für jugendliche Gruppenleiter ELOm ging in die nächste Runde. Eine Gruppe von 18 motivierten Jugendlichen aus ganz Polen arbeitet gemeinsam und lernt alles rund um das Thema „Projekt“ kennen. Die Absolventen der früheren zwei Editionen wollen sich weiterentwickeln und nehmen an Pro-ELOm teil.

 

 

In der ersten Woche der Sommerferien fand für die zukünftigen Projektleiter der zweite Schulungsblock statt. Was macht ein Projekt aus? Wie entsteht es? Wie sehen die Vorbereitungen aus? Was muss man beim Planen beachten? Auf diese und viele andere Fragen suchten die Jugendlichen zusammen mit ihren Trainern fünf Tage lang Antworten. Eine der wichtigsten Sachen, die während der Woche passierten, war die Gründung der Projektgruppen. In diesen Gruppen werden die Schüler ihre eigenen Mini-Projekte realisieren.

 

 

 

Vanessa Korgel ist eine der Teilnehmerinnen und stellt vor, was in der nächsten Zeit auf die ELOm-Gruppe zukommt: „Wir wurden erst in Gruppen aufgeteilt, in denen wir unsere Ideen ausgetauscht haben. Nachdem wir eine gemeinsame Vorstellung für das Projekt erstellt haben, fingen wir gleich an, den Antrag dafür im Detail durchzugehen. Wir sind sehr weit gekommen, so dass wir zum Ende der Woche einen Prototyp des Antrags fertig hatten. Jetzt in den Sommerferien wartet eine Menge Arbeit auf uns, weil jetzt viele organisatorische Sachen auf dem Programm stehen.“

 

 

 

Deutsche Minderheit als Abenteuer

Das Treffen der Absolventen dauerte drei Tage und lief parallel mit ELOm. In ihren Workshops arbeiteten die Jugendlichen mit einem Coach. Magda Beztroska arbeitete mit den Teilnehmern als Gruppe, aber auch individuell: „Wir hatten zwei Leitthemen, eines davon war Kommunikation. Wir diskutierten in der Gruppe über Barrieren, die auftreten wie zum Beispiel schwitzende Hände und was man dagegen machen kann. Ich zeigte den Jugendlichen auch, wie sie negative Kommunikate umformulieren können. Ich brachte ihnen das 4-Schritte Model NVC bei – sehen, fühlen, brauchen und bitten. Wir machten Übungen, wie das in der Praxis aussehen kann.“

 

 

 

Das zweite wichtige Thema war „Die deutsche Minderheit und ich“. Jeder brachte ein Foto mit, welches seine Beziehung zur deutschen Minderheit darstellt. Die Gruppe erstellte ein riesiges Plakat.
„Die Teilnehmer bezeichneten die Minderheit als ein großes Abenteuer. Sie ermöglicht ihnen Entwicklung – nicht nur im Sinne vor Projektmanagement. Sie gibt ihnen Erfahrungen fürs Leben und spielt in ihm eine immer größere Rolle“, fügt die Trainerin hinzu.

 

 

Alumnis als Inspiration für Anfänger

Da ELOm und Pro-ELOm parallel liefen, bot sich ein gemeinsames Treffen beider Gruppen an. Es war eine gute Möglichkeit, sich auszutauschen. Die Absolventen gaben den Anfängern Tipps, was sie beachten müssen oder auf welche Schwierigkeiten sie treffen können.
Lucjan Dzumla, Direktor des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit, erklärte, was das Ziel dieses Treffens war: „Wir wollten, dass die neuen ELOm-Teilnehmer sich von den Alumnis inspirieren lassen. Sie sollten sehen, was die Absolventen jetzt nach ELOm machen, welche Projekte sie realisieren. Es war uns aber auch wichtig, dass sie aus ihren Erfahrungen lernen. Am ersten Abend haben wir eine Runde gemacht und miteinander gesprochen. An den anderen zwei Tagen gab es in den Pausen und an den Abenden Zeit für Integration untereinander.“

 

Andrea Polański

Fotos: ELOm