Die Selbstverwaltungswahlen in Polen finden am 21. Oktober statt, wie Premierminister Mateusz Morawiecki in einer Verordnung vor zehn Tagen verlautbaren ließ. Damit fiel der offizielle Startschuss für den Wahlkampf, an dem sich auch die Deutsche Minderheit in der Oppelner Region aktiv beteiligen wird.

 

Die Deutschen werden – wie in den Wahlen zuvor – als Wählerwahlkomitee auftreten, das teilte der Vorsitzende der Sozialkulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien Rafal Bartek heute auf einer Pressekonferenz mit.

 

Noch vor einigen Monaten ist nicht klar gewesen, ob eine Reform des Wahlgesetzes nicht allein Parteien die Möglichkeit gibt, bei Wahlen Kandidaten aufzustellen. Auch wenn sich deswegen die Deutsche Minderheit mit der Gründung einer politischen Gruppierung weiterhin im Spiel gehalten hat, wurden die von vielen im ganzen Land, vor allem lokalen Gemeinschaften, befürchteten Änderungen nicht eingeführt. Die Deutschen werden also weiterhin nicht als Partei, sondern als Wählerwahlkomitee um die Stimmen der Menschen kämpfen.

 

In vier von fünf Wahlkreisen wird die Deutsche Minderheit ihre Listen aufstellen und da stehen die Spitzenkandidaten heute schon fest. In der Stadt und dem Kreis Oppeln wird der Chef der Oppelner Deutschen Minderheit Rafał Bartek die Liste anführen, in den Kreisen Groß Strehlitz und Kandrin-Cosel ist der bisherige Vizemarschall der Woiwodschaft Oppeln Dr. Roman Kolek die Nummer Eins, die Liste in den Kreisen Kreuzburg, Namslau und Rosenberg führt der Chef der Landwirtschaftskammer Herbert Czaja an und für die Kreise Krappitz, Leobschütz und Neustadt geht als erste Kandidatin die Sekretärin des Bezirksvorstandes der SKGD Oppeln Zuzanna Donath-Kasiura an den Start. Die Listen zu den einzelnen Ebenen der Selbstverwaltung sind noch nicht überall vollständig, anderenorts will man die Zugpferde des Wahlkampfes noch nicht preisgeben

 

Auch das Wahlprogramm steht bereits fest und soll auf die Erfolge der letzten Jahre in den einzelnen Ebenen der Selbstverwaltung anknüpfen. Die Deutsche Minderheit setzt also weiterhin auf Themen wie Familie, Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur, Bürgergesellschaft und Ökologie. „Diese Bereiche sind zwar sehr allgemein gefasst, aber wir können in jedem von ihnen auf konkrete Erfolge hinweisen und zeigen damit, dass wir die bisherige gute Kommunalpolitik weiterführen wollen“, sagt Zuzanna Donath-Kasiura.

 

Die ganze Pressekonferenz können Sie hier ansehen:

 

 

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