Insgesamt 80 Jugendliche aus zehn Ländern verbringen knapp zwei Wochen gemeinsam in Sensburg (Mrągowo) an der Masurischen Seenplatte und erkunden ihr persönliches Europa. Schon zum vierten Mal veranstalten das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) das internationale Sommercamp für Jugendliche.

 

Fotos: Simon Römer

 

 

Neben ihrem Interesse an Europa vereint die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommercamps ihre Verbundenheit mit der deutschen Minderheit. Camp-Sprache ist deshalb auch deutsch, erklärt Roland Schmidt vom Goethe-Institut in Krakau: „Es ist eine schöne Möglichkeit, deutsch zu sprechen, weil man deutsch sprechen muss. Es wird sicher auch viel Spaß geben mit Musik- und Sportaktivitäten.“

 

Spaß und Deutsch, das sind die beiden Hauptkomponenten des Sommercamps. Doch es wird keinen typischen Sprachunterricht geben. Mit spannenden Projekten und Workshops werden sprachliche Fähigkeiten gestärkt. Die Gruppen werden von jeweils einer Deutschlehrkraft und einem Workshop-Leiter angeleitet und betreut. Die Themen des diesjährigen Sommercamps sind top aktuell, erläutert Roland Schmidt. „Wir wollen mit aktuellen Themen an die Jugendlichen herantreten: Hassreden im Internet, Fakenews, Populismus, Europa. Was bedeutet uns Europa? Das sind wichtige Fragen.“ Neben den Projektgruppen gibt es noch viel Zeit für Freizeit, Sport und gemeinsame Ausflüge.

 

Sensburg und die Umgebung ist vor allem für Jugendliche sehr attraktiv, sagt Monika Krzenzek vom Verband der Deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren:„Man kann Beach-Volleyball und Tennis spielen, der See auch in der Nähe.“
Das Sommercamp wird in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Bund der Jugend der Deutschen Minderheit in Polen und dem Verband der Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen organisiert.

 

Am 26.07. um 17.00 Uhr findet die große Abschlussveranstaltung statt, auf der die Jugendlichen ihre Ergebnisse präsentieren. Es werden hochrangige Gäste erwartet, unter ihnen Ronald Grätz, der Generalsekretär des ifa, Walter Sabiel vom Goethe-Institut in München, außerdem Cornelia Pieper, Deutsche Generalkonsulin in Danzig und viele mehr. Alles Wichtige darüber lesen Sie in der ersten August-Ausgabe des Wochenblatts.

 

jp/mb