Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Thursday, May 26, 2022

„Es war eine schöne Zeit!“

Nach vielen Jahren an der Spitze der Wohltätigkeitsgesellschaft der Deutschen legte Renate Zajączkowska nun ihr Amt nieder. An ihre Stelle wählte der Vorstand ihren bisherigen Stellvertreter Henryk Steinhoff.

Renate Zajączkowska ist von Anfang an bei der Wohltätigkeitsgesellschaft engagiert und hat im Jahr 2001 die Funktion der Vorsitzenden von Helmut Paisdzior übernommen. „Ich war immer sehr zufrieden, denn es hat mir immer Freude bereitet, anderen helfen zu können“, sagt Renate Zajączkowska und meint, auf die Hilfe dieser Organisation seien die Menschen auch weiterhin angewiesen. „Manche rufen sogar persönlich an, um sich zu bedanken. Sie sagen Bescheid, wie ihnen geholfen wurde und wie zufrieden sie sind. Das ist eine große Genugtuung auch für mich persönlich als Vorsitzende“, sagt Renate Zajączkowska.

Doch nun sei die Zeit reif, Platz zu machen für andere, meint die Breslauerin. „Ich bin ja kürzlich 90 Jahre alt geworden, deshalb sollten jetzt die Jüngeren das Zepter übernehmen. Außerdem musste ich diese Entscheidung aus gesundheitlichen Gründen treffen, denn es wurde für mich in den letzten Jahren immer schwieriger, nach Oppeln zu fahren“, resümiert Renate Zajączkowska.

Renate Zajączkowskas Nachfolger wurde Henryk Steinhoff.
Foto: Lucas Netter

Am Dienstag (7.12.) verabschiedete sich Renate Zajączkowska vom Vorstand der Wohltätigkeitsgesellschaft und den Büromitarbeitern und konnte dann ihrem Nachfolger zur Wahl gratulieren. Den Vorsitzenden wählt in dieser Organisation nämlich der Vorstand und nicht die Delegierten. Neuer Chef wurde Henryk Steinhoff, der bislang stellvertretender Vorsitzender gewesen ist.

Die Wohltätigkeitsgesellschaft der Deutschen, die heute ihren Sitz in Oppeln in der ul. Słowackiego 10 hat, wurde im Jahr 1996 gegründet. Bislang konnte ca. 50.000 Menschen geholfen werden, wobei für die unterschiedlichen Hilfen (sowohl finanziell als auch materiell) über 31 Mio. PLN ausgegeben wurden.

Rudolf Urban

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