Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Rezepte

Kulinarische Haltestellen der Eisenbahn

 

Eisenbahn und Gastronomie scheinen einst wie heute eng miteinander verbunden zu sein. Mit der Gründung der privaten Oberschlesischen Eisenbahn (OSE), deren Ziel es war, Breslau mit Oberschlesien zu verbinden, war von Anfang an eines klar: Fernreisen verlangten nach einer passenden Infrastruktur. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchsen die schlesischen Eisenbahnverbindungen sprichwörtlich wie Pilze nach dem Regen. Neue Bahnhöfe entstanden, und mit ihnen Wartesäle sowie kleinere oder größere gastronomische Einrichtungen.

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Schlesische Eisenbahn und historische Küche

Und was wäre, wenn man einfach in den Zug stiege – aber keineswegs in irgendeinen?

So machte ich mich auf zu einem kleinen Ausflug nach Schweidnitz (Świdnica). Zwar galt mein eigentliches Ziel dem Trödelmarkt, doch der Tag erwies sich unerwartet als recht anstrengend. Ich kehrte also langsam zum Bahnhof zurück und sehnte mich nach einer guten Tasse Kaffee. Einen konkreten Plan, wo ich ihn trinken würde, hatte ich nicht. Beim Betrachten der architektonischen Details des Bahnhofs fiel mir jedoch ein Lokal mit dem Namen „Paśnik“ ins Auge. Ich trat ein, sah mich um, machte mit Zustimmung des Personals ein paar Fotos – und reiste gedanklich in der Zeit zurück.

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Schon der Anblick der geräucherter Rinderwürste ist eine Attraktion – etwas ganz anderes als die übliche Bratwurst vom Grill. Foto: Małgorzata Janik

Wo die Winterküche noch Handwerk ist

Die Tradition des Schlachtfestes ist uralt – und doch scheint sie, wenn man die heutigen Bräuche aufmerksam beobachtet, leise in den Alltag zurückzukehren. Vor wenigen Tagen fiel mir auf dem Görlitzer Weihnachtsmarkt ein Plakat ins Auge, das für ein regionales Schlachtfest warb. Auch an den Ständen selbst konnte man allerlei lokale Spezialitäten probieren, darunter eine interessant klingende schlesische Wurst mit Zitrone. Laut einigen Besucherinnen und Besuchern, mit denen ich ins Gespräch kam, ein gelungenes Produkt – eine klassische Wurst, deren Geschmack durch eine feine Zitronennote überraschend frisch wirkt.

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„Die Pastete ist nicht für die Gäste”

Von der höfischen Kunst zur schlesischen Tradition

Es ist das Jahr 1780 – vielleicht ein wenig früher oder etwas später. Der französische Koch Jean Pierre Clause bereitet eine zarte Pastete aus Gänselebern zu. Er tut dies auf seine ganz eigene Art. Ihren Geschmack veredeln später die Hofköche des deutschen Kaisers, Urbain Dubois und Émile Bernard, die eine magische Zutat hinzufügen: die Trüffel. Und so findet bis heute im Elsass das Festival du Foie Gras statt – ein kulinarisches Fest und zugleich ein besonderes Ereignis für Pastetenbäcker und Liebhaber der traditionellen französischen Küche, die damals wie heute als Vorbild für viele angehende Köchinnen und Köche gilt.

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Ein süßer Gruß aus der Backstube – Schlesische Backtradition und eine Marzipan-Baba

Als man den Blechkuchen noch zum Bäcker brachte

Vor einigen Monaten entdeckte ich auf der Website des Schlesischen Museums in Görlitz eine Fotografie von Karl Franz Klose, die mich dazu inspirierte, einem alten schlesischen Brauch genauer nachzugehen – dem Backen von Kuchen oder Brot nicht zu Hause, sondern in der örtlichen Bäckerei.

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Hafer, Geschichte und herbstliche Wärme

Haferbrei – ein Löffel Geschichte und Genuss

Ein Wundermittel gegen kühle Herbstmorgen, eine sättigende Mahlzeit nach dem Mittagessen, ein nach Lebkuchen duftendes Dessert oder ein nahrhaftes Abendessen nach einem langen Tag – Haferflocken und Grütze sind wahre Alleskönner. Ihre Vielseitigkeit und unzähligen Verwendungsmöglichkeiten sind wohl der Grund, warum sie seit Jahrhunderten so beliebt sind.

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Von Reben und herbstlichem Genuss

Winzermahl mit Nüssen und Käse

Der Weinbau in Niederschlesien blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Bereits vor über 800 Jahren erstreckten sich zwischen dem Bobertal und dem Oderwald ausgedehnte Weinberge, und Grünberg galt als wahre Weinhauptstadt. Das milde Klima begünstigte die Winzer, doch im Laufe der Jahrhunderte wurde die Region immer wieder von strengen Frösten, Dürreperioden und Überschwemmungen heimgesucht. Die durch Katastrophen zerstörten Reben wurden dennoch stets neu angelegt – auch wenn die Trauben in schwachen Jahrgängen oft nur noch zur Essigherstellung taugten.

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Oktober ist die Zeit für gemeinsame, wärmende Abendessen

Von Diamanten und Gänsemägen

Der Oktober hat bei uns für gewöhnlich seinen festen Rhythmus: den Garten auf den Winter vorbereiten, Namenstage feiern, die Garderobe gegen wärmere Kleidung austauschen, den Teig für das Lebkuchenreifen ansetzen. Einige Feste fallen in diesen Monat – darunter auch mein eigenes. Ein Monat also, intensiv ausgefüllt, der wie im Flug vergeht, uns aber vielleicht die Gelegenheit schenkt, das Tempo zu drosseln: für abendliche Gespräche und gemeinsame Abendessen. Kräftig und wärmend sollten diese sein – darum beginne ich mit köstlichen Gänsemägen in Rotwein.

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Karpfenzeit

Im Jahr 1929 wurde anlässlich der Eröffnung der „OGA” in Gleiwitz eine Publikation mit dem Titel „Ostdeutsche Gastwirtsgewerbe Ausstellung” herausgegeben, in der die Stellung des Karpfens wie folgt beschrieben wurde: „Karpfen allerdings, der wohl der beliebteste Süßwasserfisch, wenn nicht überhaupt der am liebsten gegessene Fisch ist, lässt man sich nur ungern etwas von fremden Herdgebräuchen vormachen. Karpfen blau mit polnischer Tunke ist hier wie anderswo bekannt, aber auf oberschlesische Art gebraten mit Sauerkohl und Kartoffeln hat er auch seine besonderen Reize, die man ihm eben nur hier in Oberschlesien abgewinnen kann.”Read More …

Jauers kulinarische Wunderwelt

Süß und herzhaft

Jawor, einst Jauer, blickt auf eine reiche kulinarische Geschichte zurück. Schon in der Vorkriegszeit waren die aromatischen Würste mit einer deutlichen Pfeffernote und einem Hauch von Zitronenschale eine Spezialität der Region. Heute ist Jawor vor allem für seine Backkunst berühmt – allen voran für den Pfefferkuchen.Read More …

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