Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Gott

Zur Heiligen Anna

Am ersten Sonntag des Juni fand auf dem Sankt Annaberg die Wallfahrt der nationalen und ethnischen Minderheiten statt. „Es ist der Tag, an dem wir unseren Glauben stärken. An dem wir unsere Zukunft und die unserer Familien, aber auch die der Organisationen unserer nationalen und ethnischen Minderheiten Gott neu anvertrauen“, erklärte der Bischof der Diözese Oppeln, Andrzej Czaja.

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Wort zum Sonntag von Bischofsvikar Peter Tarlinski

26.05.2024 – Dreifaltigkeitssonntag – B

 

  1. Lesung: Dtn 4,32-34.39-40
  2. Lesung: Röm 8,14-17

Evangelium: Mt 28,16-20

 

Das Schott-Messbuch führt in seinem Kommentar den Sonntag nach Pfingsten mit den Worten ein: „Die heilige Dreifaltigkeit ist nicht ein in sich selbst ruhendes Geheimnis. Von jeher spricht Gott sein Wort in die geschaffene Welt und im Wort ist die Kraft seines Geistes. Die Erschaffung der Welt und die Erlösung sind das Werk des dreifaltigen Gottes. In seiner Kraft wird bis ans Ende der Zeit das Evangelium verkündet und die Taufe gespendet. Die ganze Welt ist der Acker, auf dem das Wort Frucht bringen soll.“

 

Was wissen wir über Gott

Verschiedene Arten von Quiz-Sendungen, die das Allgemeinwissen der Teilnehmer testen, sind heute sehr beliebt. Sehr oft kommen die Kandidaten nicht in die nächste Runde, weil sie Schwierigkeiten haben, Fragen zur christlichen Religion oder zu biblischen Inhalten zu beantworten. Es mangelt an Wissen in diesem Bereich. Obwohl das Christentum ein wichtiger Bestandteil der europäischen Kultur ist, bleibt es scheinbar wenig bekannt. Es mangelt unter anderem an einem fundierten Wissen. Dies ist auch in Polen der Fall. Die neue links-liberal orientierte Regierung würde den Religionsunterricht am liebsten aus den Schulen weisen. Die neueste Begründung ist: Die Schule ist kein Ort der religiösen Bildung und Erziehung. Das braucht sie nicht zu sein. Sie soll das Wissen über die Religionen vermitteln. Für die geistlich-religiöse Bildung und Erziehung sind in erster Linie die Eltern und die Pfarrgemeinden zuständig. Das Basis-Wissen kommt durch den Unterricht. Für diesen sprechen sich zur Zeit nur die Religionslehrer und die Bischöfe aus. Die Gläubigen zeigen wenig Reaktionen, als wäre es ihnen egal, ob ihre Kinder das Wissen zum Christentum vermittelt bekommen oder nicht.

 

Was meint Jesus dazu

Dem Evangelium nach Matthäus zufolge trat Jesus auf seine Jünger zu und sagte zu ihnen: „Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Ohne Lehre und Unterricht geht es nicht, genauso wie ohne Bildung und Erziehung in der Gemeinschaft der Getauften (Familie, Pfarrei). Wird beides nicht gewährleistet, geht mit der Zeit der christliche Glaube verloren.

Für die geistige Bildung und Erziehung sind in erster Linie die Eltern und die Pfarrgemeinden zuständig.

Signifikant sind dabei die Worte Mose, die er als ein Lehrende ausspricht. „Heute sollst du erkennen und zuinnerst begreifen: Der Herr ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst. Daher sollst du seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, bewahren, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt für alle Zeit.“ Die Lehre bewahren, aufnehmen und umsetzen – das ist ein ständiger Prozess, der auch heute unser Christentum prägen möge. Aufwachen und sich vom Geist Gottes leiten lassen ist der richtige Weg.