Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Tuesday, January 31, 2023

Evangelisch-Augsburgische Kirche

Wort zum Sonntag von Pastor Wojciech Pracki

Erster Sonntag nach Epiphanias
Predigttext – Johannesevangelium 1,29-34
Lesungen: Jesajabuch 42,109; Römerbrief 12,1-8

Das Wichtigste beginnt mit der Taufe
Am Tag darauf sah er Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Johannesevangelium 1,29

Johannes und sein Auftrag
Die obenzitierten Wortestammen von Johannes dem Täufer. Seine Aufgabe war es,Menschen zur Buße aufzurufen und durch die Taufe Sünde abzuwaschen. Seine Tätigkeit gehörte zur Praxis einer Frömmigkeitsströmung im uralten Judentum. Die Taufe Johannes’ war eine Bußehandlung, verbunden mitder Erneuerung des Bundes mit Gott. Man konnte sie auch wiederholen, nachdem man die eigenen, neuen Sünden bereut hatte. Durch dieses Handeln bereitete Johannes die Menschen auf das Kommen Jesu Christi vor. Nun ist es aber soweit. Der Auftrag ist erfüllt. Das Lamm Gottes – Jesus, der Erlöser ist endlich gekommen und wird die Welt verändern!

Taufe bei Jesus
Jesus, obwohl er selbst ohne Sünde ist, wird von Johannes getauft. Diese Taufe kennt die trinitäre Form noch nicht (Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes). Trotzdem wird sie zum Anfang der öffentlichen Wirksamkeit Jesu Christi. Seit diesem Moment beginnt Jesus sein Wirken als Lehrer/Rabbi und Verkünder des Reiches Gottes. Mit der Taufe beginnt das Wesentliche in seinem Leben.

Was ist mit uns?
Viele von uns, wenn nicht die meisten, sind getauft. Es spielt aber auch keine Rolle in welcher Konfession. Ob katholisch,evangelisch, oder orthodox, wird die Taufe gegenseitig anerkannt und als neuerAnfang mit Gott betrachtet. Es spielt auch keine besondere Rolle, in welchem Alter wir getauft wurden – als kleine Kinder oder als selbstbewusste Erwachsene. Wer getauft ist, gehört nominal zu Gott. Die Frage, die dabei wesentlich bleibt, lautet: wie gehe ich damit um?

Wie gehe ich um mit meinem Bewusstsein, getauft zu sein?
Martin Luther, getauft am 11.11.1583 in Eisleben, nahm immer, wenn er spürte, vom Teufel versucht zu sein, ein Messer und schnitzte den Satz „ich bin getauft” auf die Tischplatte. Das sollte seinen Glauben stärken. Ich möchte Sie nicht zum Zerstören Ihrer Möbelstücke zu Hauseüberreden. Aber es ist schon wichtig, mit dem Bewusstsein des Getauftseins zu leben. Wenn es mir wichtig ist, soll ich wie ein Christ leben, mich nach dem Evangelium orientieren und Jesus soll mir ein Vorbild sein. Meine Eltern haben es für mich entschieden, aber ich habe es in allen Konsequenzen angenommen. Dabei ist es immer wichtig,jeden Tag die Frage nach dem konsequenten Leben zu stellen.

Am Silvestermorgen ist Papst-Emeritus Benedikt XVI. gestorben. Ich schätze seine Person als einen der größtenTheologen unserer Zeit – mit seinen Büchern und Reden hat erauf eine viel sensiblere Art, aber auch zugleich deutlicher als Luther, sein Taufbewusstsein geäußert. Er wird mir fehlen. Amen.

 

Ein Schiff im Meer des Vergessens

Die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Warpuhnen (Warpuny) feiert in diesem Jahr ihr 140-jähriges Bestehen. Der Verein „Freunde Masurens“ aus Scharnebeck in Niedersachsen, der seit seiner Gründung im Jahr 2010 die frühere Gemeindekirche seines Vizevorsitzenden Pastor Fryderyk Tegler pflegt, hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, eine lange gehegte Idee wahrzumachen: Im August hat er in eben jener Kirche die Internationalen Musiktage organisiert.Read More …

Was lange währt, wird endlich gut

Am 26. Januar hat der Stadtrat von Allenstein der Anbringung von Gedenktafeln zugestimmt, die an den früheren evangelischen Friedhof zwischen den Eisenbahngleisen und der heutigen Partisanenstraße (ulica Partyzantów) und die dort bestatteten ehemaligen Einwohner erinnern sollen. Eingebettet werden sie in einen Park, der an diesem Platz im Rahmen des Umsteigepunkts Allenstein-Stadtmitte (Olsztyn-Śródmieście) entstehen soll.

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Schlesien Journal 24.11.2020

Im dieswöchigen Schlesien Journal dreht sich alles rund um den Glauben.

Wir interviewen Wojciech Pracki, den Pfarrer der evangelische Kirchengemeinde in Oppeln. Wir fragen ihn, was der Unterschied zwischen evangelischer und katholischer Kirche ist, wieviel Deutsche es in seiner Gemeinde gibt und warum er seine Predigten derzeit auf “twitch”, einem Portal für Gamer, veröffentlicht.

Außerdem berichten wir von einer ökumenischen Gedenkandacht in Oppeln anlässlich des Volkstrauertages.

 

 

Einzigartiger Schatz konserviert

 

Die über 600 Jahre alte evangelisch-augsburgische Kirche in Passenheim konnte in den letzten Jahren schrittweise renoviert werden. 2019 ging es um die Innenausstattung der Kirche, um einen Schatz von besonderem Wert. Nämlich um die historischen Tafeln zum Anzeigen der Nummern der Lieder im Gottesdienst. Mit Pastor Witold Twardzik, Propst der Gemeinde Passenheim, sprach Uwe Hahnkamp.

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