Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Friday, October 22, 2021

Lötzen

Ermland und Masuren aus Sicht der Jugend

Die Spuren der einstigen deutschen Besiedelung in der Region Ermland und Masuren sind zahlreich und bis heute sichtbar. Eine kürzlich in Allenstein herausgegebene Broschüre widmet sich diesen Spuren und veranschaulicht ihre Bedeutung für die deutsche Minderheit. Entstanden ist die Broschüre im Rahmen eines Jugendprojekts, das die Kulturmanagerin des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) Julia Herzog initiiert und koordiniert hat. Das Besondere dabei: Die Inhalte der Publikation wurden von den Jugendlichen selbst zusammengestellt – und zeigen so den Blick der jungen Generation auf Ermland und Masuren.

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Ein Name vor Gericht / Nazwisko przed sądem

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Vor- und Nachnamen einheimischer Bewohner Masurens oder Schlesiens polonisiert und das ungeachtet der Meinung der Betroffenen. Ein Teil dieser Menschen kehrte nach dem Niedergang des Kommunismus sofort zur ursprünglichen Schreibweise ihrer Namen zurück, wenn auch nicht immer ohne Widerstände bei Beamten verschiedener Ebenen. Was dabei wundern mag: Solche Widerstände gibt es bei manchen Beamten bis heute, wie nun das Beispiel von Herbert Sobottka aus Lötzen zeigt, der seine Rechte vor Verwaltungsgerichten geltend machen musste.

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Denkmal für Mehrsprachigkeit

Der Gedenkstein für die Mehrsprachigkeit.
Foto: Waldemar Albowicz

Während in Oppeln für einige Politiker die Vielfalt und Mehrsprachigkeit eher ein unerwünschter Ballast ist, ist sie in Ermland und Masuren den Bewohnern ein Denkmal wert. Im Zentrum der Stadt erinnert nun ein Stein an alle deutschen Namen der Stadt. Damit weist das Denkmal auch auf einen großen Teil der deutschen Stadtgeschichte hin.Read More …